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Untersuchungsstelle in der Abfallwirtschaft - Anerkennung beantragen

PrĂŒflaboratorien und Messstellen, die Untersuchungen von Abfall- und Bodenproben durchfĂŒhren möchten, benötigen die Anerkennung als Untersuchungsstelle in der Abfallwirtschaft.

Die Anerkennung ist fĂŒr Untersuchungen nach folgenden Rechtsverordnungen möglich:

  • KlĂ€rschlammverordnung (AbfKlĂ€rV)
  • Bioabfallverordnung (BioAbfV)
  • Altholzverordnung (AltholzV)

Sie können die Anerkennung fĂŒr einzelne oder fĂŒr alle Bereiche erhalten.

Tipp: AusfĂŒhrliche Informationen zum Anerkennungsverfahren finden Sie im "Merkblatt Anerkennungen".

Generelle Zuständigkeit:

die Landesanstalt fĂŒr Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW)

Bezugsort:

Hinweis: Die LUBW ist zustĂ€ndig fĂŒr Untersuchungsstellen, die ihren GeschĂ€ftssitz in Baden-WĂŒrttemberg haben, oder Untersuchungsstellen, die vorwiegend in Baden-WĂŒrttemberg tĂ€tig werden wollen. Untersuchungsstellen mit GeschĂ€ftssitz in anderen BundeslĂ€ndern wenden sich bitte an die dort zustĂ€ndige Stelle.

Voraussetzungen:

FĂŒr die Anerkennung als Untersuchungsstelle mĂŒssen bestimmte personelle, organisatorische und gerĂ€tetechnische Voraussetzungen vorliegen.

Personelle Voraussetzungen

  • Die Leitung der Untersuchungsstelle muss
    • fachlich qualifiziert sein und eine mindestens dreijĂ€hrige Berufserfahrung in der chemischen Analytik aufweisen.
      Als fachliche Eignung zÀhlt ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Chemie, Lebensmittelchemie oder vergleichbarer Fachrichtungen (z.B. Physik, Biologie, Geologie).
    • eine ausreichend qualifizierte Vertretung haben.
      Die Laborleitung oder deren Vertretung muss ganztÀgig wahrgenommen werden.
  • Das weitere Personal muss ausreichend qualifiziert sein (z.B. Chemieingenieure und Chemieingenieurinnen, Chemielaboranten und Chemielaborantinnen oder vergleichbare Ausbildungen).
    Die Zahl der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen richtet sich nach dem Aufgabengebiet. Es sollten jedoch mindestens drei BeschÀftigte hauptberuflich beschÀftigt sein.

Organisatorische Voraussetzungen

  • Das Personal muss seine Aufgaben und Pflichten, besonders im Hinblick auf die QualitĂ€tssicherung, kennen.
  • Eine oder mehrere Personen mĂŒssen fĂŒr die DurchfĂŒhrung und Überwachung der QualitĂ€tssicherungsmaßnahmen verantwortlich sein.
  • Die Untersuchungsstelle muss schriftliche Unterlagen ĂŒber die Organisation und die ZustĂ€ndigkeiten fĂŒhren und stĂ€ndig aktuell halten. Das Personal muss jederzeit ĂŒber die Unterlagen verfĂŒgen können.

GerÀtetechnische Voraussetzungen

  • Die Untersuchungsstelle muss ĂŒber eine allgemeine Laborausstattung verfĂŒgen.
  • Die gerĂ€tetechnische Ausstattung muss eine einwandfreie DurchfĂŒhrung der Untersuchungen sowie die erforderlichen QualitĂ€tssicherungsmaßnahmen gewĂ€hrleisten.
  • Die GerĂ€te benötigen eine regelmĂ€ĂŸige Wartung und Kalibrierung. Aufzeichnungen ĂŒber die Wartung und Kalibrierung muss die Untersuchungsstelle mindestens drei Jahre lang aufbewahren.
  • Die anfallenden AbfĂ€lle und AbwĂ€sser muss die Untersuchungsstelle ordnungsgemĂ€ĂŸ entsorgen sowie die Abluft reinigen.

Tipp: AusfĂŒhrliche Informationen und Beschreibungen zu den Voraussetzungen und den Pflichten der Untersuchungsstellen finden Sie im "Fachmodul Abfall" auf den Seiten der LUBW.

Unterlagen:

  • fĂŒr den Nachweis der persönlichen ZuverlĂ€ssigkeit der Laborleitung:
    • bei Wohnsitz in Deutschland: FĂŒhrungszeugnis
    • bei Wohnsitz im Ausland: Dokumente aus Ihrem Heimatland, die Ihre persönliche ZuverlĂ€ssigkeit nachweisen.
  • Lebenslauf mit Angaben zum fachlichen Werdegang der Leitung der Untersuchungsstelle
  • Nachweis einer Haftpflichtversicherung fĂŒr Personen-, Sach- und VermögensschĂ€den in ausreichender Höhe
  • Verpflichtungs- und EinverstĂ€ndniserklĂ€rung (Vordruck der zustĂ€ndigen Stelle im Internet)
  • Kompetenznachweis ĂŒber das Vorliegen der Anerkennungsvoraussetzungen
    Sie haben folgende Möglichkeiten:
    • Kompetenznachweis durch Vorlage einer gĂŒltigen, fĂŒr die beantragten Untersuchungsbereiche vollstĂ€ndigen und anwendbaren Akkreditierung nach DIN EN ISO 17025 unter BerĂŒcksichtigung der Anforderungen des Fachmoduls Abfall
    • Kompetenznachweis durch die LUBW
      Vor der Anerkennung wird eine Laborbegutachtung (schriftliche VorprĂŒfung, Laborbegehung, AbschlussgesprĂ€ch und Bewertung) vorgenommen. Details zum Ablauf können Sie im "Merkblatt Anerkennungen" nachlesen.

Hinweis: Haben Sie schon eine Anerkennung als Untersuchungsstelle fĂŒr Abwasser- oder Boden/Altlasten- Untersuchungen in Baden-WĂŒrttemberg? Wenn der LUBW aktuelle Unterlagen dieser Anerkennung vorliegen, mĂŒssen Sie keine weiteren Unterlagen einreichen.

Ablauf:

Sie mĂŒssen die Anerkennung als Untersuchungsstelle bei der zustĂ€ndigen Stelle beantragen. Die Antragsformulare können Sie dort formlos anfordern oder im Internet herunterladen.

Die zustĂ€ndige Stelle prĂŒft die Antragsunterlagen und erteilt bei Vorliegen aller Voraussetzungen die Anerkennung durch Bescheid.

Hinweis: Die zustĂ€ndige Stelle veröffentlicht die anerkannten Untersuchungsstellen im lĂ€nderĂŒbergreifenden Recherchesystem Messstellen und SachverstĂ€ndige (ReSyMeSa).

Kosten:

Die GebĂŒhren richten sich nach dem Bearbeitungsaufwand und nach der Anzahl der Bereiche, fĂŒr die die Anerkennung beantragt wird. Es gelten folgende GebĂŒhrenrahmen:

  • Bestimmung ohne Kompetenzfeststellung durch die LUBW: EUR 50,00 - 1.500
  • Bestimmung mit Kompetenzfeststellung durch die LUBW: EUR 300,00 - 5.000

Frist:

Fehlende oder unvollstĂ€ndige Unterlagen mĂŒssen Sie bis spĂ€testens drei Monate nach Antragstellung nachreichen.

Sonstiges:

Laboratorien, die eine Anerkennung erhalten haben,mĂŒssen regelmĂ€ĂŸig an QualitĂ€tssicherungsmaßnahmen (Ringversuche) teilnehmen. Die teilnahmepflichtigen Ringversuche gibt die LUBW jeweils zu Beginn des Jahres bekannt.

Die Anerkennung gilt in der Regel fĂŒnf Jahre. Die zustĂ€ndige Stelle kann sie jedoch jederzeit widerrufen. FĂŒr Laboratorien, die ihre Kompetenz mittels einer Akkreditierung nachweisen, gilt die Anerkennung bis zum Ablauf der Akkreditierung.

AntrĂ€ge auf VerlĂ€ngerung der Anerkennung können Sie frĂŒhestens sechs Monate und mĂŒssen Sie spĂ€testens drei Monate vor Ablauf des Anerkennungszeitraumes stellen.

Formulare:

Rechtsgrundlage:

Freigabevermerk:

Dieser Text entstand in enger Zusammenarbeit mit den fachlich zustĂ€ndigen Stellen. Das Umweltministerium hat dessen ausfĂŒhrliche Fassung am 02.03.2015 freigegeben.